Gemeinde Leutenbach

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Hocketse 2017 - Höhepunkt der Festsaison

Pünktlich zum Hocketsewochenende kehrte die Sonne zurück nach Leutenbach und sorgte für bestes Wetter mit dem traditionellen Fassanstich. Gemeinsam mit den Vereinen und der Feuerwehr feierten viele Besucherinnen und Besucher das ganze Wochenende über ein fröhliches Fest. Fetzige Musik im Spatzenhof und in der Bachstraße, ein vielseitiges Kinderprogramm und natürlich das schon über die Gemeindegrenzen hinaus bekannte vielseitige kulinarische Angebot sorgten auch in diesem Jahr für das unnachahmliche Leutenbacher Hocketseflair.
 
Wie gewohnt war der Fassanstich durch den Bürgermeister am Freitag der erste Höhepunkt. Jürgen Kiesl demonstrierte den Unterschied zwischen einem „Holz-Attrappenfass“, wie es üblicherweise bei einem Fassanstich verwendet wird, und einem „Echtholzfass“. Dieses ist kaum zu bekommen und muss bereits im Januar bestellt werden. Da der Zapfhahn konisch zuläuft, ist ein Fassanstich ohne Spritzen gar nicht möglich. Beim Holz-Attrappenfass dagegen ist wegen der Gummidichtung ein „spritziger“ Fassanstich kaum möglich. Das Attrappenfass zapfte Kiesl souverän mit zwei Schlägen an. Auch beim Echtholzfass war der Zapfhahn nach wenigen Schlägen im Fass. Doch dann passierte das Malheur. Weder der Anzapfer noch der Assistent erkannten, dass das leicht herausspritzende Bier dem hohen Druck geschuldet war und der Hahn nur noch hätte geöffnet werden müssen, damit das Bier fließen kann. Stattdessen ließ Jürgen Kiesl hochmotiviert weitere Hammerschläge folgen. Irgendwann war es der Holzdichtung zu viel. Sie zerbrach, womit der Fassanstich spektakulär mit einer eindrucksvollen Fontäne sein Ende fand. Man darf gespannt sein, ob die Hocketse nächstes Jahr wieder mutig mit einem Echtholzfass oder konservativ mit einem Holz-Attrappenfass eröffnet wird! Als besonderes Schmankerl konnten die Gäste des Fassanstichs historische Bierkrüge – natürlich mit entsprechender Füllung – erstehen. Der Erlös kommt der Bürgerstiftung Leutenbach zugute.
Bürgermeister Kiesl erklärte in seiner Rede, zur Hocketse gäbe es wahrhaft Grund zu feiern. Seit 8. Juli würden die Steuerzahler schließlich - rein rechnerisch - nicht mehr für den Staat, sondern für den eigenen Geldbeutel arbeiten. Mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl rief er die anwesenden Bundestagskandidaten auf, dieses Datum möge doch sinnigerweise auf den „Tag der Arbeit“ am 1. Mai vorverlegt werden.
 
Im Anschluss sorgten der Musikverein Leutenbach und die Band „The Not so Goods“ im Spatzenhof für gute Stimmung. Das ganze Wochenende über spielten verschiedene Gruppen wie „Die Beutelsbacher“ oder „Golden Grain“ auf den Bühnen im Spatzenhof und in der Bachstraße. Aber auch unsere örtlichen musiktreibenden Vereine heizten dem Publikum ordentlich ein.
 
Das bereits erwähnte legendäre kulinarische Angebot an den Ständen reichte vom klassischen Schaukelbraten über Spareribs bis hin zu Gyros, Schaschlik und Palatschinken.
 
Für viele Besucher hat der ungarische Stand aus Dunabogdány sich als fester Treffpunkt und Bestandteil des Gemeindefestes etabliert. Wie gewohnt gab es ungarische Spezialitäten, unter anderem den beliebten Unicum. Außerdem war auch die französische Partnergemeine Orchamps vertreten. Viele Bürgerinnen und Bürger kamen auf einen Plausch vorbei und genossen gekühlten Crémant und Comté-Käse aus dem Jura.
 
Auch für die Kinder und Jugendlichen wurde einiges geboten. Der Hocketseexpress drehte rund ums Feuerwehrhaus seine Runden. An der Spritzwand der Feuerwehr plätscherte es heftig und bei der Jugendfeuerwehr Weiler zum Stein gingen die jüngeren Festbesucher auf Entenjagd oder warfen Dartpfeile. Bei der von den „Hot Socks“ veranstaltete „Kinderwetzede“ wurde um die Wette gerannt und die Sieger entsprechend geehrt. Wie im letzten Jahr gab es das Torwandschiessen, veranstaltet vom Jugendtreff in Zusammenarbeit mit der Schulsozialarbeit.
 
Zum ökumenischen Gottesdienst am Sonntagvormittag war der Spatzenhof sehr gut besucht. Bei bestem Sommerwetter nutzten die Besucher jeden Schattenplatz, den der Spatzenhof zu bieten hatte. Begleitet wurde der Gottesdienst wie gewohnt vom Posaunenchor.
 
Da auch der wieder eingesetzte Sicherheitsdienst und der Malteser Hilfsdienst Winnenden keine größeren Vorkommnisse zu verzeichnen hatten, fand die 43. Leutenbacher Hocketse in friedlich fröhlicher Stimmung ihr Ende.

Sportliche Höchstleistungen auf der Kinderwetzede am Samstagnachmittag
Sportliche Höchstleistungen auf der Kinderwetzede am Samstagnachmittag
Am Samstag gab es ungarische Spezialitäten auf dem Wochenmarkt
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