Gemeinde Leutenbach

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Bürgerempfang 2018: Zur Feier des Ehrenamts und der Begegnung

Bürgermeister Jürgen Kiesl gemeinsam mit dem Träger des neu geschaffenen Ehrenbriefs Karl Hilt sowie den gewürdigten Mitgliedern der Rems-Murr-Bühne.
Bürgermeister Jürgen Kiesl gemeinsam mit dem Träger des neu geschaffenen Ehrenbriefs Karl Hilt sowie den gewürdigten Mitgliedern der Rems-Murr-Bühne.

Bürgermeister Kiesl hieß neben zahlreichen Bürgern Gäste wie die Landtagsabgeordneten Prof. Dr. Goll und Willi Halder willkommen. Besonderer Dank galt dem Obst- und Gartenverein Leutenbach, der in diesem Jahr die Rems-Murr-Halle schmückte. Man könnte Leutenbach sogar die heimliche Hauptstadt der Sonnenblumenzucht nennen, schmunzelte der Bürgermeister. Denn im Garten von Herta Pfau stehe ein besonderes Exemplar mit stolzen 3,70 Metern Höhe, das bisher nur von Heinz Schwaderers Gewächs mit 4,20 Meter überragt wird. Aus diesem Grund erklärte der Bürgermeister Leutenbach nicht nur zur württembergischen, sondern sogar zur deutschen Sonnenblumenhauptstadt.
Als Rückblende auf die diesjährigen Ernteausfälle spannte Bürgermeister Kiesl den Bogen zu König Wilhelm I. Dieser gründete vor 200 Jahren die landwirtschaftliche Akademie in Hohenheim und führte das Volksfest auf dem Wasen ein. Das Fest war wie die Sparkasse Folge einer großen Hungersnot in Württemberg. Denn nach dem Ausbruch des Vulkans Tambora 1815 in Indonesien verdunkelte sich selbst in Europa auch noch ein Jahr später, 1816, der Himmel derart, dass statt Sonnenstrahlen Regenfälle, Hagel und Schnee mitten im Sommer die Folge waren. Wie gut geht es uns dagegen heute, machte Bürgermeister Kiesl anhand von einigen aktuellen Beispielen in der Gemeinde deutlich.
Freudig berichtete Bürgermeister Kiesl von zufriedenen Mitbürgern, die ihren Lebensmittelpunkt in Leutenbach genießen. Für ihn zeigt sich darin,  dass das hohe Niveau und die gute Entwicklung der Gemeinde von vielen gesehen und anerkannt werden. Leutenbach ist ein schöner Ort zum Leben – bereichert in diesem Jahr mit dem neuen Lamm als Begegnungsstätte, dem neuen Wohngebiet Schafäcker und dem voranschreitenden Ausbau der Gemeinschaftsschule. Das überörtliche Interesse an Leutenbach spiegelt sich wider im SWR-Bericht zum Lamm, dem Besuch von Wirtschaftsministerin Dr. Hoffmeister-Kraut und dem bevorstehenden Termin im Oktober mit Sozialminister Lucha.
Dankbar war Bürgermeister Kiesl dafür, dass der Generationenwechsel der Amtsleitungen in den letzten zwei Jahren so reibungslos über die Bühne ging. Und auch die positive Zusammenarbeit mit dem Gemeinderat war für den Bürgermeister ein wichtiger Punkt seiner Rede. Da sich die 5-jährige Amtszeit des Gemeinderats langsam dem Ende neigt, appellierte er zugleich an die Besucher, über die Kandidatur für den Gemeinderat nachzudenken. Menschen mit Herz und Verstand können in Zukunft durchaus kritisch, aber mit einer wohlwollenden Haltung, etwas bewegen. Denn im Gegensatz zu dem Durcheinander bei der Bundesregierung hat die Gemeinde ihre Aufgaben gut im Griff, befand der Bürgermeister zufrieden.
Den großen Dank des Abends richtete Bürgermeister Kiesl am Schluss direkt an das Publikum im Saal. Denn egal ob hauptamtlich oder ehrenamtlich: Viele Menschen bereichern die Gemeinde mit ihrem persönlichen Beitrag und machen Leutenbach zu einem lebendigen Gemeinwesen.
 
Würdigung des Freundeskreises Flüchtlinge
Ca. 20 Ehrenamtliche des Freundeskreises Flüchtlinge kümmern sich seit dem Jahr 2015 um die in Leutenbach untergebrachten Flüchtlinge. Die Ehrenamtlichen bieten verschiedenste Unterstützung an. Mit der Eröffnung der Unterkunft „Am Mühlefeld“ im Jahr 2016 ist auch in Leutenbach die Zahl der untergebrachten Menschen stark angestiegen und die Aktivitäten des Freundeskreises wurden ausgeweitet. Mit ihrem Engagement leisten die Ehrenamtlichen einen Dienst der christlichen Nächstenliebe zugunsten der Flüchtlinge, aber auch für die gesamte Bevölkerung. Nicht zuletzt durch die Arbeit des Freundeskreises sind die teilweise im Vorfeld geäußerten Bedenken aus der Bevölkerung nicht eingetreten. In den Unterkünften in Leutenbach und in deren Umfeld gab es bisher keine nennenswerten Probleme für die Nachbarschaft. Seit Ende 2016 unterstützen die Flüchtlings- und Integrationsbeauftragte der Gemeinde Shorena Abuladze und die Ehrenamtskoordinatorin Alexandra Hackl-Hieber das Netzwerk.

Die Mitglieder des Freundeskreises Flüchtlinge wurden für ihren Einsatz für das Gemeinwohl von Bürgermeister Kiesl geehrt
Die Mitglieder des Freundeskreises Flüchtlinge wurden für ihren Einsatz für das Gemeinwohl von Bürgermeister Kiesl geehrt

Ernennung von Kurt Pfleiderer zum Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr
Seit 1969 engagiert sich Kurt Pfleiderer bei der Freiwilligen Feuerwehr Leutenbach. Zunächst eingetreten als Mitglied im Spielmannszug, war 1971 der Startschuss von Kurt Pfleiderers Dienst bei der Einsatzabteilung der Freiwilligen Feuerwehr. Daneben war er von 1973 bis 1983 Teil der Katastrophenschutz-Einheit und darauffolgend von 1984 bis 1999 engagierter Gruppenführer im 1. Zug. Neben diesen Aufgaben hat Kurt Pfleiderer zudem von 1985 bis 1993 als Ausschussmitglied mitgewirkt. Der heutige Oberlöschmeister Kurt Pfleiderer setzte sich dadurch über lange Zeit hinweg und auf vielen Wegen für das Wohl der Allgemeinheit ein. In Anerkennung seiner Leistungen wurde Kurt Pfleiderer vom Gemeinderat als Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerbach Leutenbach geehrt.

Bürgermeister Kiesl gemeinsam mit dem Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kurt Pfleiderer und Feuerwehrkommandant Jochen Weller (v.r.n.l.)
Bürgermeister Kiesl gemeinsam mit dem Ehrenmitglied der Freiwilligen Feuerwehr Kurt Pfleiderer und Feuerwehrkommandant Jochen Weller (v.r.n.l.)

Würdigung der Rems-Murr-Bühne und Verleihung Ehrenbrief an Karl Hilt
Die Rems-Murr-Bühne trägt seit über 35 Jahren mit ihrem Komödien-Theater in schwäbischer Mundart zu einem breiten Kulturangebot der Gemeinde bei. Zugleich bietet die Bühne die Möglichkeit, sich künstlerisch auszuprobieren und ehrenamtlich tätig zu sein. Mit ihrer Theatertournee 1989 in Ungarn entstand zudem eine besondere Bindung zwischen der ungarischen Gemeinde Dunabogdány und Leutenbach. Auch der Südwestrundfunk übertrug Stücke der Bühne bereits. Ausgezeichnet wurde die Spielstätte 2010 mit dem Mundarttheater-Preis des Landes Baden-Württemberg in den Kategorien „Beste Mundart-Bühne“ und „Bester Schauspieler“.
Infolge dieser Würdigung gilt es Karl Hilt besonders hervorzuheben. Er setzte sich bereits 1981 mit viel Herzblut für die Gründung der Rems-Murr-Bühne ein, die aus dem damaligen Laientheater Weiler zum Stein entstand. Seit dem engagierte er sich als Schauspieler aktiv bei nahezu 30 Stücken der schwäbischen Mundartbühne. Er schlüpfte dabei etwa in die Rolle des Geizigen im „Entenklemmer“ oder überzeugte als Dorfrichter im Stück „Der zerbrochene Krug“. Neben seinem schauspielerischen Talent hat Karl Hilt auch ein Auge für das schmückende Bühnenbild. So entwarf und baute er einzigartige Kulissen für die Rems-Murr-Bühne. Besonders das erste Bühnenbild des Stücks „Entenklemmer“ mit einem detailgetreuen Klohäuschen sorgte bei vielen Zuschauern für ein Augenschmunzeln: Mit einer Gießkanne und einem Blecheimer gelang es Karl Hilt wirklichkeitsnah zu vermitteln, dass da gerade der alte Knaupp tatsächlich das Häuschen benutzte. In Anerkennung seines außergewöhnlichen Engagements wurde Karl Hilt der neugeschaffene, erste Ehrenbrief des Gemeinderats verliehen.

Der stellvertretende Kommandant der Feuerwehrabteilung Weiler zum Stein Andreas Liebich wurde als Lebensretter von Bürgermeister Kiesl geehrt.
Der stellvertretende Kommandant der Feuerwehrabteilung Weiler zum Stein Andreas Liebich wurde als Lebensretter von Bürgermeister Kiesl geehrt.