Gemeinde Leutenbach

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Kunst und Kultur im Rathaus

Im Leutenbacher Rathaus sind das ganze Jahr über wechselnde Ausstellungen zu sehen.

Während der Adventsausstellung zeigen die Leutenbacher Freizeitkünstler ihre Werke. Das Spektrum der Arbeiten reicht dabei von Öl-, Aquarell- und Acrylgemälden über Fotografien bis hin zu Handarbeiten und Plastiken.

Abgerundet wird das Angebot durch Ausstellungen von Einzelkünstlern oder ausgewählten Künstlergruppen.

Kontakt

Auskunft zum Kulturprogramm sowie zu einzelnen Veranstaltungen erteilt Ihnen gerne Frau Geiger-Ott, Tel.: 07195 189-51 oder E-Mail schreiben

Eröffnung der Sonderausstellung von Kathrin Müller-Tennert und Prof. Dr. Bernd Nolte im Rathaus

Am 12. November war es endlich so weit. Die aufgrund der Corona-Pandemie mehrfach verschobene Ausstellung von Kathrin Müller-Tennert und Prof. Dr. Bernd Nolte konnte im Rathaus eröffnet werden. Bürgermeister Kiesl ging in seiner Eröffnungsrede auf die Bedeutung der Kunst für die Gesellschaft ein und betonte, dass sie auch für Kommunen einen identitätsstiftenden Faktor darstellt, der die Menschen zusammenbringt. Umso mehr bedauerte er, dass die Veranstaltung nicht wie geplant für die gesamte Bürgerschaft geöffnet werden konnte. Doch aufgrund der steigenden Infektionszahlen hatte er sich gemeinsam mit den ausstellenden Künstlern kurzfristig entschieden, die Vernissage unter der 2G-Regel und nur mit einem begrenzten Teilnehmerkreis durchzuführen.

Glücklicherweise haben alle Bürgerinnen und Bürger auch ohne Vernissage bis Ende Dezember 2021 die Möglichkeit, die ausgestellten Bilder im Rathaus zu besichtigen. Was Sie dort erwartet? Hier ein kleiner Einblick:

Für Kathrin Müller-Tennert ist die Kunst seit rund 20 Jahren ein wichtiger Fokus und Bestandteil in ihrem Leben. Die Inspiration für ihre Bilder findet sie in der Natur. Landschaften, Bäume und Wasser sind ihre Themen. Während ihres Studiums an der Freien Kunstakademie Nürtingen und der Kunstakademie Esslingen hat sie die beiden Ausdrucksformen Fotografie und Malerei zu einem Einklang gebracht und ein sicheres Gespür für Farben und Formen entwickelt. Ihre Bilder sind viel mehr als reine Landschafts- und Meeresansichten, sie sind Stimmungsbilder. Im philosophischen Satz „das Meer ist das, was der menschlichen Seele am nächsten ist“, findet sie sich wieder und bringt dies in ihren Malereien zum Ausdruck. Kathrin Müller-Tennert hat eine sehr differenzierte Wahrnehmung der Wasseroberflächen, der Zustände, Stimmungen, Tages- und Jahreszeiten. Das spürt man beim Betrachten ihrer Bilder.

Als Bernd Nolte vor knapp 60 Jahren im Stuttgarter Vorort Möhringen geboren wurde, deutete nichts darauf hin, dass er mit seiner farbintensiven Malerei anderen „ins Auge springen würde. Sein malerisches Talent erkannten als Erste einige Ärzte im „Stuttgarter Olgäle“, die den jungen Nolte anlässlich einer mehrwöchigen Untersuchung baten, erst für die Kinderstation, und dann für andere, seine Bilder zu malen. Aus seiner Freude an dem Festhalten von Objekten, Landschaften und Gefühlen auf Papier wurde schnell Leidenschaft, so dass der junge Schüler Kurse an einer städtischen Zeichenschule nahm. Nach autodidaktischen Anfängen und ersten Unterrichtsstunden entstanden über die Jahre parallel zum Studium der Wirtschafts- und Sozialwissenschaften viele mit Öl- und Pastellfarben gemalte Bilder und grafische Arbeiten – überwiegend als Auftragsarbeiten. Die Dualität zwischen einer von Zahlen und wirtschaftlichen Fakten geprägten Arbeits- und Berufswelt als Wissenschaftler und weltweit tätiger Unternehmer und der Freiheit leuchtender Farben prägen seine lebendige Kunst. Das intensive Licht der Morgen- und Abendstunden in den Bergen oder am Meer, die Farbenvielfalt gefühlter Wahrnehmung des Seins prägen seinen Stil, und lassen ihn immer kühner zu den Farben seiner Kompositionen und Farbgestaltungen greifen. Daher der Titel der Ausstellung „Coulors of Life, Life of Coulors“.  

Sein Talent als Vortragsredner konnte Bernd Nolte in seinem Impulsvortrag unter Beweis stellen. Er ging zum einen auf seine eigene Geschichte und seine Werke ein und betonte dabei seinen Bezug zur Gemeinde Leutenbach. Hier fand seine Mutter nach der Vertreibung bei der Familie von Hedwig Schaad ein erstes Zuhause. Zum anderen ließ er die Zuhörer auf kurzweilige Art und Weise am Kunstgedanke zu Beginn des 20. Jahrhunderts teilhaben und dessen Verbindung mit dem heutigen gesellschaftlichen Phänomen der Orientierungslosigkeit und Rebellion.

Das i-Tüpfelchen des Abends war der musikalische Beitrag von Julia Schmid und Andreas Ritzinger an Klarinette und Geige, die ihr professionelles Können mit Stücken von Georg Friedrich Fuchs und Bernhard Henrik Crusell unter Beweis stellten.

Die Ausstellung ist bis Ende Dezember 2021 während folgender Öffnungszeiten des Rathauses zu sehen:

Montag, 8 Uhr bis 12 Uhr,

Dienstag, 7 Uhr bis 16 Uhr,

Mittwoch, 8 Uhr bis 12 Uhr und 15 Uhr bis 19 Uhr,

Freitag, 8 Uhr bis 12 Uhr.

Weitere Feste

Darüber hinaus gibt es noch weitere zahlreiche Veranstaltungen, sei es die Gemeindehocketse, die Museumshocketse, die traditionelle Maifeier, der Weihnachtsmarkt usw. Es wird für Groß und Klein, für Alt und Jung viel geboten.

Alle aktuellen Termine finden Sie im Veranstaltungskalender.