Gemeinde Leutenbach

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Flüchtlingsunterbringung in Leutenbach: Welche Arten der Unterbringung gibt es?

Die Unterbringung von Flüchtlingen läuft in Deutschland in drei Phasen ab. Nach der Registrierung in einer Landeserstaufnahmestelle werden Asylbewerber in der vorläufigen Unterbringung von den Landkreisen versorgt. Später erfolgt die Anschlussunterbringung durch die Kommunen. Wir haben die wichtigsten Fakten wer wann wo von wem untergebracht wird für Sie zusammengefasst:
 

  • Jeder Flüchtling, der in Deutschland Asyl beantragt, wird in einer Landeserstaufnahmestelle (LEA) untergebracht. Die Verteilung auf die einzelnen Bundesländer erfolgt durch den sogenannten „Königssteiner Schlüssel“. Er errechnet sich aus den Steuereinnahmen und der Bevölkerungszahl der Bundesländer. In den LEAs erfolgt die Registrierung der Flüchtlinge, ihre erkennungsdienstliche Behandlung und eine Gesundheitsuntersuchung. Die Asylbewerber verbringen bis zu sechs Monate in den Erstaufnahmestellen.
  • Ist das Asylverfahren nach sechs Monaten nicht abgeschlossen, kommen die Asylbewerber in die vorläufige Unterbringung. Dafür müssen die Stadt- und Landkreise Gemeinschaftsunterkünfte beziehungsweise Wohnungen bereitstellen. In der vorläufigen Unterbringung bleiben die Asylbewerber bis Abschluss ihres Asylverfahrens oder für maximal zwei Jahre. Momentan sind in Leutenbach 59 Personen vorläufig untergebracht. Die Unterkunft an der B 14 wird ebenfalls zur vorläufigen Unterbringung genutzt werden.
  • Wird ihnen Asyl gewährt bzw. ihr Aufenthalt vorläufig geduldet, können sich die Flüchtlinge selbst eine Wohnung in ganz Deutschland suchen. Schaffen sie das nicht, haben die Kommunen die Aufgabe, für die Anschlussunterbringung zu sorgen. Dabei gelten die gleichen Voraussetzungen wie in der Unterbringung von obdachlos gewordenen Menschen. In der Anschlussunterbringung in Leutenbach befinden sich momentan acht Personen. In den kommenden Jahren wird voraussichtlich deutlich mehr Raum für die Anschlussunterbringung benötigt.